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„Jugendinitiative jule ist ein Erfolg!“

Exzellenter Know-how-Transfer: 70 beteiligte Verlage, 350 registrierte Nutzer und hunderte Projekte.
Hans-Georg Schnücker: „Jugendinitiative jule ist ein Erfolg!“

Eine positive Bilanz zu einem Jahr Jugend-initiative „jule“ von BDZV und TBM Marketing hat BDZV-Vizepräsident Hans-Georg Schnücker Ende März 2012 gezogen. „Die neu entstandene Kontakt- und Informationsbörse von jule kann bereits innerhalb des ersten Jahres vielfältige Erfolge vorweisen.“

Im jule-Netzwerk seien mehr als 350 Mitarbeiter aus Redaktion, Vertrieb und Marketing der Mitgliedsverlage aktiv. Die Teilnehmer fänden sich in Arbeitsgruppen zusammen, teilten Wissen und Erfahrungen und knüpften so das Netzwerk. Unterstützung erführen sie dabei vom siebenköpfigen jule-Team. „jule könnte beispielhaft für weitere Gemeinschaftsprojekte der Verlage sein“, betonte Schnücker, der zugleich Sprecher der Geschäftsführung der Verlagsgruppe RheinMain in Mainz ist.
Die Datenbank der Initiative umfasse mittlerweile mehrere hundert Dokumente, unter anderem redaktionelle Konzepte, Präsentationen, Beispiele redaktioneller Berichterstattung der Mitgliedsverlage sowie aktuelle Forschungsergebnisse. Martin Wunnike, Verlagsleiter der „Mittelbayerischen Zeitung“ in Regensburg und Mitglied des jule-Beirats, sagte: „jule ist ein Netzwerk, mit dem wir alle einen kompletten, transparenten Überblick bekommen, was getan werden kann, um junge Menschen zur Zeitung zu bringen.“

Durch das Netzwerk sei es gelungen, auch mit überregionalen Partnern in Kontakt zu treten. So hätten die Mitgliedsverlage zum Beispiel kostenlosen Zugriff auf die Inhalte aller 130 „WAS IST WAS“-Sachbücher und auf erklärende Panoramaseiten aus der Kinderzeitung der Medienfabrik Gütersloh (BDZV-Intern berichtete). Die vielfältigen Aktivitäten präsentierte Thorsten Merkle, Leiter des Wissensnetzwerks bei jule, auch bei der BDZV-Kinder- und Jugendkonferenz Anfang März 2012 in Berlin. Dabei stellte er unter anderem die Ergebnisse einer Eyetracking-Studie vor, die das Nutzungsverhalten von Jugendseiten untersuchte. Die Erkenntnisse daraus stehen den jule-Mitgliedern ebenfalls exklusiv zur Verfügung.

Als weiterer Service werde in den kommenden Wochen ein Umfragetool freigeschaltet, mit dem Zeitungen ihre Azubi-Projekte (siehe Seite 3) begleiten und evaluieren könnten.

Quelle: BDZV Intern Nr. 6/2012 vom 11. April 2012

Junge Wähler lesen Zeitung!

Wenn das keine gute Nachricht ist: 79 % der jungen US-Wähler (18 -34 Jahre) haben in der Vorwoche der Präsidentschaftswahl 2008 ein- oder mehrmals eine Tageszeit gelesen (Print / Online). Umkehrschluss: Nur 21 % der jungen US-Wähler (18 -34 Jahre) haben in der Vorwoche der Präsidentschaftswahl 2008 keine Tageszeit gelesen (Print / Online).

Dass die Tageszeitung das Vertrauen der jungen US-Bürger auch bei der Präsidentschaftswahl 2012 genießt, zeigen weitere Umfrageergebnisse: 48 % aller 18- bis 34jährigen Amerikaner planen, sich u. a. mobil über die Wahl zu informieren (Handy/Tablet). Von diesen 48 % wollen sich 62 % bei Tageszeitungen informieren. Alle anderen Medien sind teilweise weit abgeschlagen: 55 % wollen sich beim nationalen Fernsehen informieren, 53 % mittels sozialer Medien, 34 % beim Lokalfernsehen und 18 % beim Radio. Weitere Informationen auf Anfrage.

Frühjahrsworkshop 2012

Hier einige Zitate vom Frühjahrsworkshop 2012:

„Wir stehen im Kampf um das Zeitbudget der Lehrer. Unsere Leseförderprojekte müssen sich deshalb den rasanten Veränderungsprozessen in der Schule permanent anpassen, sonst sind wir raus aus diesem Markt. Unsere Präsenz in den Bildungseinrichtungen ist ein Privileg auf Zeit.“

„Der regelmäßige Austausch mit der jungen Zielgruppe durch Schulbesuche, durch Facebook oder durch Gewinnspiele ist ein wichtiger Baustein für die Etablierung unseres Jugendmagazins.“

„Es gibt so gut wie keine Themen, die nicht kindgerecht aufbereitet werden können.“

Politik erleben ist immer besser als Politik nur in der Schule zu erlernen.“

Ja, wir müssen auf junge Zielgruppen zugehen. Nein, nicht nur aus altruistischen Gründen und nicht in der Hoffnung, dass sie uns in x Jahren kaufen. Wir müssen die Deckungsbeiträge heute generieren und den Umsatz mit denen machen, die ebenfalls an diese Zielgruppe ran wollen.“

„Die politischen Themen, die ich mit meinen Freunden bei Facebook bespreche, wie Acta und Kony 2012, finde ich in den regionalen Zeitungen kaum wieder.“

Tageszeitung glaubwürdigstes Medium...

Jugendliche halten die Tageszeitung für das glaubwürdigste Medium, so ein Ergebnis der jüngst veröffentlichten JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs). Auf die Frage hin, welchem Medium sie bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten glauben würden, nennen 40 Prozent der befragten Jugendlichen die Tageszeitung. Das Fernsehen kommt mit 29 Prozent auf Rang zwei, während Radio (16 Prozent) und Internet (14 Prozent) die hinteren Plätze in Sachen Glaubwürdigkeit belegen.

Herbstworkshop 2011

Unter dem Motto „Traut Euch! Junge Leser begeistern.“ tauschten sich beim jule-Herbstworkshop am 29. und 30. September 2011 rund 90 Teilnehmer aus den Mitgliedsverlagen, Kooperationspartner sowie Gäste über Erfahrungen und Trends im Kinder- und Jugendengagement der Zeitungsverlage aus. Thematisch deckten die Impulsreferate vom Kindergarten bis zu jungen Erwachsenen, von Printprodukten für Kinder über Apps zu Social Media alle Zielgruppe und Kanäle im Bereich junge Leser ab. In drei Arbeitsgruppen wurden die Themen Abogewinnung, Sponsorengewinnung und -bindung sowie Online-Inhalte für Kinder diskutiert.

Merkel: "Zeitungen müssen die Jüngsten begeistern"

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat in ihrer Rede beim Zeitungskongress 2011 zum Thema „Zeitung und junge Zielgruppen“ Stellung bezogen: „Will sich die Zeitung (…) auf Dauer behaupten, muss sie auch die Jüngsten für sich begeistern“, schrieb die Bundeskanzlerin den Verlegern ins Stammbuch und lieferte auch gleich einen wichtigen Grund für Ihre Forderung mit: „Kinder und Jugendliche an sie (die Zeitung) heranzuführen, sie als mündige Mediennutzer in und für unsere Demokratie zu gewinnen, liegt also auch im Interesse unseres Gemeinwesens.“

Bessere Schulnoten durch Vorlesen

Vorlesestudie Stiftung Lesen 2011: Je mehr einem Kind vorgelesen wird, desto besser entwickelt es sich – so lautet das Fazit der Studie zur Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern. Hierfür wurden 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren nach ihren Vorlese-Erfahrungen befragt. „Die Studie zeigt überraschend eindeutig, in wie vielen Bereichen sich Kinder, denen vorgelesen wird, anders entwickeln als Kinder, denen nicht vorgelesen wird – nämlich nicht nur in ihrem Leseverhalten, sondern auch in ihrer sozialen Kompetenz, ihrem Schulerfolg und ihrer aktiven Freizeitgestaltung“, fasst Dr. Simone C. Ehmig, Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen, die Ergebnisse zusammen.

Zusammenhang Wahlbeteiligung & Zeitungslektüre

Der finnische Zeitungsverlegerverband hat eine Studie zum Zusammenhang von Wahlbeteiligung bei den finnischen Parlamentswahlen 2011 und der Zeitungslektüre vorgelegt. Von den 18 - 30 Jahre alten täglichen Lesern einer gedruckten Tageszeitung gingen 76% zur Wahl. Die Wahlbeteiligung in dieser Altersgruppe insgesamt betrug nur 57%.

Untersuchungen aus den USA untermauern diese Aussage: 70% der jungen Wähler (18 bis 34 Jahre) haben in der Vorwoche ein- oder mehrmals eine Tageszeitung (print oder online) gelesen (Quelle: Moore Information 2012).

Kooperation jule & WAS IST WAS

Was ist eine Raumsonde? Wie leben Goldhamster [146 KB] und Meerschweinchen in freier Natur?? Was ist eine Biberburg [151 KB] ? Seit 50 Jahren steht der Sachbuchklassiker WAS IST WAS für Wissenskompetenz in verständlicher Sprache, mit eindrucksvollen Fotos und detailreichen Illustrationen. Für ihre Berichterstattung haben jule-Redaktionen ab sofort Zugriff auf mehr als 130 WAS IST WAS-Bücher, WAS IST WAS-Themenposter und das WAS IST WAS-Onlineangebot. Die Kooperation zwischen dem Tessloff-Verlag und der jule : Initiative junge Leser umfasst darüber hinaus ein Hörspiel, das als mp3-Download auf der Zeitungshomepage eingebunden werden kann, Gewinnspielpreise für Verlosungszwecke sowie WAS IST WAS-Produkte als Abo-Prämien.

Mehr zum Thema Kooperationen.

Zeitungen für junge Amis Nachrichtenquelle Nr.1.

Die Universität Harvard veröffentlichte am 31.03.11 die Ergebnisse einer Studie, die belegt, dass Zeitungen für 49% der jungen Amerikaner die mit großem Abstand wichtigste Nachrichtenquelle sind. Bei Studenten liegt diese Quote sogar bei 60%. Facebook folgte mit 35% (Seiten von Freunden) bzw. 29% (offizielle Seiten); Twitter mit 17% (Seiten von Freunden) bzw. 16% (offizielle Seiten). Befragt wurden 3.626 junge Amerikaner (18 bis 29 Jahre) im Zeitraum vom 11.02. bis 02.03.11. Mehr Informationen

"Macht die Kinder zu Lesern von heute"

Leseförderung, Kinderreporter, Jugendseiten, Schülerzeitungen: um junge Leser für die eigenen Produkte zu gewinnen, haben sich die deutschen Zeitungsverlage schon einiges einfallen lassen. Das wurde auf dem zweitägigen Workshop zum Auftakt der jule : Initiative Junge Leser deutlich. Rund 90 Redakteure und Verlagsmitarbeiter aus Deutschland und Luxemburg trafen sich im Januar 2011 bei der Mediengruppe Madsack in Hannover, um ihre Best-Practise-Beispiele auszutauschen. Den wohl wichtigsten Satz des Workshops sagte Peter Krones, Mitglied der Chefredaktion bei der Main-Post in Würzburg: "Macht die Kinder zu Lesern von heute!" dnv-Bericht [342 KB]

Grundschulprojekte: Studie belegt Nachhaltigkeit

Das medienpädagogische Projekt „Zeitung in der Grundschule“ (ZiG) wirkt - das belegt die Langzeitstudie der HEILBRONNER STIMME in Zusammenarbeit mit der Hochschule Heilbronn, die jule-Verlagen im Januar 2011 exklusiv zur Verfügung gestellt wurde. Einige Kernaussagen der Studie: 1.) Die ZiG-Teilnahme zeigt bei den Schülern nach fünf Jahren nachweisbare Effekte, 2.) ZiG-Teilnehmer lesen auch nach fünf Jahren lieber Tageszeitung als andere Kinder, 3.) ZiG-Kinder schreiben fünf Jahre nach dem Projekt der Zeitung positivere Eigenschaften zu und bewerten sie als zeitgemäß, 4.) Kinder, die an ZiG teilgenommen haben, interessieren sich auch später noch für Themen aus der Tageszeitung (u.a. auch für regionale Themen), 5.) ZiG-Teilnehmer schreiben nachhaltig dem Lesen allgemein mehr Bedeutung zu.

Bessere Schulnoten durch Zeitunglesen?

Schüler, die regelmäßig Zeitung lesen, sind klüger. Sie weisen eine höhere Lesekompetenz auf und schneiden in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern am besten ab. Auch wenn es um Problemlösungen geht, spielen die fleißigen Zeitungsleser ganz vorne mit. Diese Detailauswertung der PISA-Studie und viele andere Studienergebnisse stehen jule-Verlagen unter www.junge-leser.org zur Verfügung.

PISA-gestestet:

Zeitung lesen macht schlau!

Zeitung lesen macht Azubis fit

Als „Schulterschluss für den Nachwuchs“, bezeichnete Dr. Thomas Rochel, Vorsitzender des Verbandes der Zeitungsverleger in Rheinland- Pfalz und Saarland (VZV), das gemeinsame Engagement der großen Tageszeitungen beider Länder beim Projekt „Zeitung lesen macht Azubis fit“ (ZeiLe). Bei einem VZV-Medienkongress bei der Verlagsgruppe Rhein Main in Mainz informierten sich am 11. November 2010 mehr als 100 Medienmacher sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik über das bildungspolitische Erfolgsprojekt, mit dem nun auch wissenschaftlich bewiesen ist: Wer Zeitung liest ist schlau – schlauer als andere, die das nicht regelmäßig tun.

Auch Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), ist – wie alle Zeitungsmacher – von dem Ergebnis beeindruckt. Egal, ob regionale oder überregionale Tageszeitung: Das Projekt habe nachgewiesen, „dass die regelmäßige Lektüre einer Tageszeitung zu eindeutigen Leistungsverbesserungen bei Auszubildenden führt“, so Schirrmacher.

Nicht nur in Rheinland- Pfalz und im Saarland sind in jüngster Zeit Azubi-Projekte von Tageszeitungen initiiert worden. jule hat im Januar 2011 bereits eine erste Dokumentation vorgelegt (17 Verlage mit Azubi-Projekten) und wird auch künftig die sehr unterschiedlichen Vorgehensweisen und Erfahrungen recherieren, dokumentieren und möglichst alle Beteiligten zum Erfahrungsaustausch an einen Tisch bringen.

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